PNP 10.01.18: Dreikönigs-Ehrung für drei "Königinnen"

Veröffentlicht am 12.01.2018 in Ortsverein

Drei Damen wurden am Samstag beim Dreikönigs-Empfang der SPD geehrt: Uli Kerscher (2.v.l.), Gisela Kratzer (Mitte) und Dr. Katharina Hantschmann (3.v.r.). Sie wurden von Bürgermeister Peter Haugeneder, Ulrike Garschhammer, Jürgen Gastel und Franz Xaver Anders (von rechts) gewürdigt. ? Foto: Lambach

Ehrenamtliche Tätigkeit von Uli Kerscher, Gisela Kratzer und Dr. Katharina Hantschmann gewürdigt

Neuötting. Sie engagieren sich für kleine und große Tanzmäuse, für Menschen in Armut oder für Flüchtlinge – drei ganz unterschiedliche Frauen, die in drei ganz unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich tätig sind, ohne, dass sie groß im Vordergrund stehen würden, wurden jetzt vom SPD-Ortsverein gewürdigt: Anlässlich des "Dreikönigs-Empfangs" des Ortsvereins Neuötting-Alzgern wurden Uli Kerscher, Gisela Kratzer und Dr. Katharina Hantschmann mit der Ehrenurkunde der SPD ausgezeichnet und erhielten obendrauf ein Jahreslos für die "Aktion Mensch".

Bürgermeister und Ortsvorsitzender Peter Haugeneder erinnerte daran, dass die SPD vor fünf Jahren erstmals einen Dreikönigs-Empfang veranstaltet hatte. Er war unter der Ägide von Jürgen Gastel entwickelt worden, weil man Partei für die Ehrenamtlichen ergreifen wollte, wie Gastel erinnerte. Dabei werden immer "drei Persönlichkeiten, die es wert sind, geehrt zu werden" besonders gewürdigt, sagte Haugeneder bei der Feier im Museum. Er wies darauf hin, dass es in Europa 100 Millionen Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren, in Deutschland sind es 23 Millionen. Sie würden sich im Sinne des bürgerschaftlichen Engagements einbringen, stehen, so Haugeneder, meist im Hintergrund: "Diese Vielzahl von Arbeitsstunden könnte man durch Geld gar nicht aufwiegen", sagte Haugeneder. Gründe fürs Ehrenamt seien die soziale Verantwortung für andere Menschen, aus der heraus man gerne "Zeitspenden" hergebe, wie Haugeneder sagte – ein "unbezahlbares Kapital".

 

Unterbezirks-Vorsitzende Annette Heidrich ergänzte, dass ohne das Ehrenamt in Deutschland "nichts funktionieren" könne.

Franz-Xaver Anders hielt die Laudatio auf Uli Kerscher, die im Untergrund (dem Keller der Grundschule) und im Hintergrund (bei Auftritten meist hinterm Vorhang) arbeitet und was sie leiste, sei "echt enorm": Seit 1999 trainiert sie die Minis der Faschingsgesellschaft, coacht und choreographiert alle Prinzenpaare, lehrt die Mini-Prinzenpaare das Tanzen und war auch Trainerin der großen Garde, der Teenies und der Hot Socks. Dazu näht sie Kostüme, managt die Auftritte – in der Saison bis zu drei an einem Tag: "Die Verantwortlichen der Faschingsgesellschaft wissen nicht, welcher Schatz und welcher Fels Du für die Faschingsgesellschaft bist, weil: Es läuft ja", sagte Anders und überreichte Kerscher die Urkunde mit der Aufforderung, sie möge sich auch mal Zeit für sich nehmen.

Peter Haugeneder hielt die Laudatio auf Gisela Kratzer, die Leiterin des Wohlfahrtsladens. Er sagte, man habe das Projekt mit dem BRK und der Arbeiterwohlfahrt gestartet – mit dem "großen Wunsch, dass der Laden gut läuft, aber eigentlich wär’s uns lieber, wenn wir ihn nicht brauchen würden". Die Zahlen aber gehen nach oben – deutlich sei das bei der Aktion "Neuötting zeigt Herz" geworden, als 460 Wünsche genannt wurden – "und da geht es nicht nur um Geschenke, sondern um Nahrungsmittel". Der Wohlfahrtsladen helfe hier – mit 21 Helfern, die insgesamt 5000 Stunden leisten, und Gisela Kratzer, die von Anfang an dabei war, selbst 1400 Stunden leistet und dafür sorgt, dass alles perfekt funktioniere – durchaus auch mal mit Strenge, "aber da geht es um die Ordnung im Laden". Die Kundschaft hätte viele soziale Hintergründe, Hiesige, Flüchtlinge, Aussiedler, meist sehr dankbare Menschen, aber immer mal auch wieder welche "mit zum Teil hohen Ansprüchen". Haugeneder erwähnte auch, dass die Pestalozzi-Schule mit ihrem Ethik-Unterricht und der Frage "Wer hilft armen Menschen?" im Wohlfahrtsladen war. Die Ehrung sieht Gisela Kratzer als eine Ehrung stellvertretend für alle.

Das betonte auch Dr. Katharina Hantschmann. Sie wurde von Ulrike Garschhammer für ihren Einsatz im Café International und dem Café Mama gewürdigt. Garschhammer griff auf Michael Endes "Momo" zurück – die so gut und mit aller Aufmerksamkeit und Anteilnahme zuhören konnte – so wie Dr. Katharina Hantschmann. Gerade in Zeiten, in denen Ehrenamtliche, die sich für Flüchtlinge einsetzen, oft "als Gutmenschen diffamiert" würden, sei es wichtig, "dass es Leute gibt, die sich nicht dem Mainstream anpassen, die Haltung bewahren". Garschhammer fand es "wunderbar, wenn Leute mutig sind und mit Engagement und Herzblut dabei sind." Und dass das Café International eine gute Idee gewesen sei, das zeige sich auch daran, dass andere Städte es inzwischen nachmachen würden, sagte Garschhammer.

Dr. Katharina Hantschmann unterstrich, dass sich aus dem Café International vieles ergeben habe und viele Menschen mithelfen, sodass aus verschiedensten Bereichen Unterstützung komme. Als besten Weg der Flüchtlingsbetreuung nannte sie jedoch, dass man eine einzelne Familie betreut. Und miteinander könne man zeigen, "was unsere Werte sind".
- ina

 

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